Mayence et la France: Servastreffen Mainz – Dijon

„Schon wieder keine Servasgäste dieses Jahr“ so wurde regelmäßig auf dem Mainzer Servas-Stammtisch geklagt. Dann beschlossen wir, selbst aktiv zu werden, um Gäste nach Mainz zu „locken“. Als Ansatzpunkt wählten wir die Städtepartnerschaft Mainz- Dijon. Wenn es Begegnungen zwischen Tischtennisvereinen, Chören, Schulen gibt, dann müsste das doch mit Servas auch funktionieren!

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Servas-Austausch März 2016 Versailles

Ich heiße Vincent*, bin 15 Jahre alt und kenne Servas über meine Eltern schon länger. Im März diesen Jahres habe ich in den Osterferien einen einwöchigen Austausch mit einer Familie in Versailles gemacht, die mir über Servas vermittelt wurde.

Dies war mein erster Austausch ganz alleine und es war eine wirklich tolle Erfahrung. Schon die Zugfahrt mit dem TGV(den ich fast verpasst hätte), war ein kleines Erlebnis. Die Familie hat mich von Anfang an sehr nett behandelt und sich sehr um mich gekümmert. Mein Austauschschüler hieß Gautier, er ist auch 15 Jahre alt und wir haben uns sehr gut verstanden. Mit ihm bin ich fünf Tage lang zur Schule gegangen. Für mich war die Größe der Schule (3000 Schüler) und die langen Unterrichtszeiten ungewohnt, aber es war total interessant, französischen Unterricht mitzumachen. Mit seinen drei Schwestern habe ich mich auch gut verstanden, mit den Jüngeren habe ich öfter Karten-oder Gesellschaftsspiele gespielt, wenn Gautier Hausaufgaben machen musste. Mein Französisch habe ich auch etwas verbessern können. Ich habe gemerkt, dass ich mehr verstehe als ich dachte, aber mit dem Reden hat es manchmal gehapert…Glücklicherweise konnten meine Gasteltern auch Deutsch. Am Ende der Woche haben meine Gasteltern und Gautier mit mir noch das Schloss von Versailles gezeigt und wir haben auch den Eiffelturm besucht.

Ostern selbst konnte ich nicht mehr mit ihnen feiern, aber ich weiß jetzt, dass man auch in Frankreich Ostereier sucht…

Es war ein tolles Erlebnis, durch den Kontakt mit Servas.
Vincent

* Name geändert

Lavendelduft und Nordseeluft im August 2015: Jugendaustausch Frankreich und Schleswig-Holstein


Ein Bericht zu einer schönen Erfahrung mit Servas

Ihr Entschluss stand fest: Rosalie (16) aus dem nördlichsten Teil Deutschlands wollte unbedingt einen Schüleraustausch nach Frankreich machen, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Also begannen wir, uns nach entsprechenden Veranstaltern umzusehen. Da uns die meisten aber zu aufgeblasen waren und nichts so recht unseren Vorstellungen entsprach, kamen wir auf die Idee, es über SERVAS zu probieren, zumal wir ja schon seit 33 Jahren Mitglied sind und jede Menge gute Erfahrungen gemacht haben.

Schon kurze Zeit nach unserer Anfrage machte uns Conni Geisendorf, Vorsitzende von Servas, mit einer Familie, die sie beim internationalen Summer Meeting in Elstal im August 2013 kennen gelernt hatte, bekannt. Deren Tochter Clémence ist im gleichen Alter und hatte ebenfalls Interesse. Nachdem wir uns schon mal auf Distanz kennengelernt haben, war es dann soweit: Im August 2015 kam sie nach einer langen Zugfahrt hier an. Das Verhältnis war von Anfang an gut, und nach einer Eingewöhnungszeit bei uns sind wir mit ihr eine Woche zum Campen nach Dänemark gefahren, wo sie inmitten von Dünen und Meer, von Leuchtturm und abendlichen Strandfeuern Freiheit, Platz und Nordseeluft schnuppern konnte, bevor es wieder nach Husum ging und das tagelange, große Hafenfest begann. Etwas später machten sich die beiden gemeinsam nach Paris auf, wo es genauso faszinierend weiterging: Sightseeing-Tour Paris bei Nacht, tagsüber die Großstadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten, die wir hinterm Deich natürlich nicht haben, und etwas später stand eine Woche Südfrankreich auf dem Programm, wo sich die Großfamilie in einem typischen Natursteinhaus inmitten von Lavendelduft zusammenfand. Nach einem Ausklang in Paris stand dann wieder die Heimfahrt an. Für beide war es ein voller Erfolg; sie konnten ihre Sprachkenntnisse deutlich verbessern und wollen in Kontakt bleiben.

Solch einen SERVAS-Austausch kann ich jedem empfehlen, zumal man die Teenies in Zeiten von Internet und Handys gut erreichen kann und sie bei SERVAS sicher untergebracht sind. (Selbst im Fall der Fälle sind sie nie allein, es gibt immer andere Mitglieder, die in der Not einspringen würden; man kennt sich ja untereinander.)

Liebe Grüße
Rena Ueth aus Husum