Sentieri Insieme 6.-12. Juli 2018 – ausgebucht

🙁

Pathways together – Gemeinsam unterwegs – Route de l’amitié – Sentieri insieme 2018

Das jährliche internationale Servas-Sommertrekking findet dieses Jahr ab dem 6. Juli 2018 in Bad Hindelang im Allgäu statt.

Freitag, den 6. bis 9. Juli 2018 mit anschließenden Wandertouren in vier Gruppen (versch. Schwierigkeitsgrade) vom 9. bis 12. Juli 2018

Nähere Infos und das Anmeldeformular findet ihr hier: https://servas-sentieri-insieme-2018.de

 

 

Fünf Wochen in Deutschland unterwegs – Ingrids Bericht im Mai 2017

I recently visited Germany and spent five weeks staying with both Servas hosts and in hostels. I stayed with four different Servas hosts in order to better understand what living in Germany is like. I started my trip in Berlin, where I stayed for five nights at a youth hostel. Staying at a hostel gave me exposure to fellow travelers and fellow english speakers. And although I met many interesting people I wasn’t able to practice German, nor did I really get to know the city because I wasn’t spending time with locals.

After Berlin I traveled to Leipzig, a city I found to be charming, historical, and full of music and art city. This was my first week-long Servas stay. I learned way more that I thought possible in such a short period of time about German history, politics, and language. I learned of regional foods (I got my first exposure to Spätzle), and I really got to know my hosts because I was staying with them for a week instead of the standard stay of two days.

After a week in Leipzig I traveled to Stuttgart to spend a week in a small city to the north called Weissach im Tal. I saw the beautiful countryside, learned of Queen Katerina of Baden-Württenberg, ran through the forest, saw some amazing views from the top of several towers, and enjoyed listening to and trying to understand spoken German at a Toastmasters meeting.

The next week I went further south through Höllental to visit Freiburg. Freiburg was on the top of my list to visit because I want to go to University there. It’s beautiful in Freiburg and I loved the plethora of bike paths, lakes, gardens, parks, and the lovely outdoor market. I learned many more German words in Freiburg and also got to try many new types of cheeses, including several French ones, as Freiburg is just a short drive from Colmar. I also learned a very useful and important phrase with my host’s help: „Kann ich bitte die butter haben?“

After Freiburg I went to Munich, a beautiful city with many beautiful parks. I found myself again very happy to stay for an entire week instead of a few days because I had such a wonderful, interesting time there and really got to know my hosts and share many wonderful experiences with them. I walked through old Munich with it’s four gates, went with my host to witness the start of the process some refugees must go through just to find a place to live. I also went to my first beer garden and tried a traditional Bavarian bretzle.

Overall, I’ve had a wonderful month in Germany and I’m so glad I traveled the way I did with extended stays with Servas hosts. Now I know lovely people and have wonderful memories in places all over Germany.

I really enjoyed being able to stay for a week at a time in each city I visited. It meant I was able to really get to know my hosts and the city much more than if I were staying for two days. There is a pressure to do as much as you can if you’ve got a limited amount of time – as two days gives you – but with a week I felt much more free and relaxed to explore, converse, and relax as one ought to when traveling. And to top it all off, I went to Germany to experience the people and culture. I got to see cities as well, but I got much more out of interacting with and learning from people. After all, the people are what makes places special.

Thank you to my hosts and to Servas for making this possible.

Ingrid
May 2017

Lavendelduft und Nordseeluft im August 2015: Jugendaustausch Frankreich und Schleswig-Holstein


Ein Bericht zu einer schönen Erfahrung mit Servas

Ihr Entschluss stand fest: Rosalie (16) aus dem nördlichsten Teil Deutschlands wollte unbedingt einen Schüleraustausch nach Frankreich machen, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Also begannen wir, uns nach entsprechenden Veranstaltern umzusehen. Da uns die meisten aber zu aufgeblasen waren und nichts so recht unseren Vorstellungen entsprach, kamen wir auf die Idee, es über SERVAS zu probieren, zumal wir ja schon seit 33 Jahren Mitglied sind und jede Menge gute Erfahrungen gemacht haben.

Schon kurze Zeit nach unserer Anfrage machte uns Conni Geisendorf, Vorsitzende von Servas, mit einer Familie, die sie beim internationalen Summer Meeting in Elstal im August 2013 kennen gelernt hatte, bekannt. Deren Tochter Clémence ist im gleichen Alter und hatte ebenfalls Interesse. Nachdem wir uns schon mal auf Distanz kennengelernt haben, war es dann soweit: Im August 2015 kam sie nach einer langen Zugfahrt hier an. Das Verhältnis war von Anfang an gut, und nach einer Eingewöhnungszeit bei uns sind wir mit ihr eine Woche zum Campen nach Dänemark gefahren, wo sie inmitten von Dünen und Meer, von Leuchtturm und abendlichen Strandfeuern Freiheit, Platz und Nordseeluft schnuppern konnte, bevor es wieder nach Husum ging und das tagelange, große Hafenfest begann. Etwas später machten sich die beiden gemeinsam nach Paris auf, wo es genauso faszinierend weiterging: Sightseeing-Tour Paris bei Nacht, tagsüber die Großstadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten, die wir hinterm Deich natürlich nicht haben, und etwas später stand eine Woche Südfrankreich auf dem Programm, wo sich die Großfamilie in einem typischen Natursteinhaus inmitten von Lavendelduft zusammenfand. Nach einem Ausklang in Paris stand dann wieder die Heimfahrt an. Für beide war es ein voller Erfolg; sie konnten ihre Sprachkenntnisse deutlich verbessern und wollen in Kontakt bleiben.

Solch einen SERVAS-Austausch kann ich jedem empfehlen, zumal man die Teenies in Zeiten von Internet und Handys gut erreichen kann und sie bei SERVAS sicher untergebracht sind. (Selbst im Fall der Fälle sind sie nie allein, es gibt immer andere Mitglieder, die in der Not einspringen würden; man kennt sich ja untereinander.)

Liebe Grüße
Rena Ueth aus Husum

Junge Spanierin sammelt mit Servas spannende Erfahrungen in Deutschland

„Magische“ Kommunikation – Leben und Arbeiten in einem anderen Land

Hallo liebe Freunde,

ich will Euch meine Erfahrung mit „Servas“ erzählen. Ich bin Spanierin und mache gerade ein „Sabbatjahr“ (Sonderurlaub zwischen Schule und Universität) in Deutschland. Ich wohne bei einer deutschen Servas Familie in der Nähe von Berlin, und mache gleichzeitig ein Praktikum in einer Schule, welches ebenfalls durch Servas organisiert wurde.

Ich frage mich oft, wie es so großzügige und wunderbare Menschen in der Welt geben kann. Meine Zeit in Deutschland hat mir sehr gut gezeigt, dass es egal ist, aus welchen Ländern die Menschen kommen, wir können zusammen leben und uns sehr gut verstehen. Was kann ich über „meine“ deutsche Servas Familie sagen? Ich bin sehr zufrieden und dankbar. Es ist für mich die perfekte Familie, alle, Kinder und Eltern, sind einfach super! Es ist richtig toll, die Harmonie und die gute Atmosphäre im Haus mit ihnen zu teilen. Ehrlich gesagt, ich habe mich noch nie so wohl gefühlt wie bei ihnen, sie beziehen mich in alle Dinge ein, so dass ich perfekt in die Familie integriert bin.

Die Eltern meiner deutschen Familie empfinden die Anwesenheit einer Person aus einem anderen Land auch als Bereicherung. Am besten ist es für die Kinder, weil sie nicht nur ein bisschen English lernen, dass ich ihnen beibringe, sondern auch lernen, wie man jemanden respektiert und mit jemandem zusammenlebt, der aus ein anderem Land kommt, der eine andere Sprache spricht, und der manchmal eine unterschiedliche Meinung hat…

Zu meiner Gastmutter sage ich immer, dass sie für mich nun meine „deutsche Mutter“ geworden ist, sie beantwortet mir alle Fragen, die mich umtreiben, und hilft mir, wo sie nur kann. Der Gastvater hilft mir auch immer, wenn ich Hilfe brauche! Aber keine Angst! Sie müssen nicht immer Fragen von mir beantworten! Jajajaja (lacht), wir haben eine sehr gute Zeit zusammen, reden und tauschen Standpunkte aus, vergleichen die unterschiedlichen Traditionen, lernen über andere Länder, lachen über lustige Einfälle der Kinder und über komischen Situationen, die täglich in der Familie passieren.

Einen Tagen, wie zum Beispiel an meinem Geburtstag, haben wir im Garten Abendbrot gegessen und uns neben dem Feuer unterhalten. Das sind für mich Momente, die in Erinnerung bleiben werden, Momente, in denen du dich fragst, wie spannend es ist, „du selbst“ zu sein, dich auszudrücken und zu sagen, was du wirklich denkst, und das alles mit Leuten, die du noch gar nicht so lange kennst.

Man könnte denken, dass es, wenn man nur wenig Deutsch spricht, schwierig sein muss, mit anderen zu kommunizieren, aber nein, mit Anstrengung und Geduld: MAN KANN ES SCHAFFEN! Dies ist der Beweis, dass man etwas erreichen kann, wenn man es nur will: Ich will sprechen, und sagen, was ich denke, und sie – meine Gastfamilie – will zuhören und verstehen, was ich sage. So entsteht eine unglaubliche, „magische“ Kommunikation! Ich glaube, das dieses „Verständnis“ und die Kommunikation über allem steht: über Sprachen, über Grenzen, über Traditionen, etc. Und ich denke, es ist einfach unglaublich und einzigartig!

In der Schule bin ich sehr zufrieden, die Kinder und die Lehrerin, mit denen ich arbeite, sind sehr nett. Hier habe ich viele Sachen gelernt, nicht nur deutsch, aber auch, wie man schnell Lösungen für die Problemen zwischen den Kindern findet ; wie man viel Geduld für sie aufbringt; wie man in einem Team mit der Lehrerin arbeitet; wie man erreicht, dass die Kinder dich mögen, dich respektieren, etc.. Es ist eine tägliche, praktische und wertvolle Lehre. Ich bin am meistens in der vierten Klasse, aber ich kann trotzdem auch zu kleineren Kindern gehen. In dieser Schule sind die erste, zweite und dritte Klasse zusammen, deswegen ist es interessant zu sehen, wie die Lehrerin alles so erklärt, dass alle Kinder, die kleineren und die größeren, es verstehen, und wie die Größeren den Kleineren manchmal helfen. Ich muss sagen, dass es manchmal schon anstrengt mit Kindern zu arbeiten, aber es ist trotzdem sehr aufregend, und es ist auch super, dass ich mich mit der Lehrerin einer Klasse so gut verstanden habe. Sie hat mir bei allem viel geholfen.

Zum Abschluss möchte ich mich noch bei allen Leuten bedanken, die diese Erfahrung für mich möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank geht an meine Gasteltern (Susi und Mike), die Jugendkoordinatorin von Servas (Mira), meine Lehrerin und das Servas Mitglied aus Berlin Markus A.

Hiermit möchte ich alle Leute dazu animieren, eine ähnliche Erfahrung wie ich hier in Deutschland mit Servas zu machen. Dazu möchte ich sagen, dass ihr keine Angst vor dem „Unbekannten“ haben müsst, denn das, was unbekannt ist, kann sich leicht umdrehen und bekannt und liebenswert werden. Und als Servas Mitglieder gehören wir alle zu einer „großen kulturellen Familie“.

Mit Hilfe von Servas kann man immer eine tolle Familie finden, mit offenen Menschen, die einem immer weiterhelfen!

Eure Maria (Name von der Redaktion auf Wunsch geändert)
29.05.2014