Reisebericht Südengland April 2018

Am westlichen Zipfel Südenglands – Menschen und Gärten

Wir sind seit Winter 2017 Servas-Mitglieder und als Host gelistet. Dann hatten wir uns gedacht, doch auch selbst zu Gast sein zu können, wenn wir im April unsere Südengland-Reise machen würden. Gesagt, getan ….

Nach einem Besuch bei einer englischen Freundin in der Nähe von Bristol, waren wir anschließend weiter nach Cornwall gefahren. Unsere Servas-Gastgeberin dort hat uns herzlich empfangen und am Abend erst einmal eine Stadt-Besichtigung mit uns gemacht. Durch die Gespräche mit ihr stellte sich sofort ein enger Bezug zu ihr und ihrem Leben her. Dadurch waren wir direkt meilenweit von unserem Alltag entfernt und in einer völlig anderen Welt. Den Abend verbrachten wir gemeinsam bei einem leckeren Essen mit Meeresfrüchten und einem Gläschen Cider in einem gemütlichen Pub.

Im Anschluss daran wurden wir auf dem Heimweg in einen Garten, hinter der mannshohen Mauer eines alten Herrenhauses, eingeladen. Unsere Gastgeberin hatte die Frau, die dort im Eingangsbereich arbeitete, angesprochen, ob sie die Leute kenne, die in dem Herrenhaus wohnen. Sie sagte uns, dass sie selbst in einem Teil des Gebäudes wohnt und mit ihrem Mann zusammen den Garten pflegen würde. Die nächste Frage war, ob wir uns den Garten einmal anschauen wollten und schon waren wir drin. So etwas erlebt man auch nicht jeden Tag.

Am folgenden Tag sind wir nach einem 2-stündigen Frühstück bei unserer Gastgeberin aufgebrochen, um uns Gärten in der Umgebung anzusehen. Dabei hatten wir im Reiseführer einen Garten ausgesucht, der vor 100 Jahren in Vergessenheit geraten und überwuchert war und dann Anfang der 1990er Jahre wieder freigelegt wurde. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Der Garten waren einfach traumaft. Uns hat vor allem der urwald-artige Bereich beeindruckt, der in einem Tal des Areals gelegen ist. Dort fanden wir Rhododendren von uns bisher unbekannter Größe, deren Stämme einen Durchmesser von 35 bis 40 cm hatten.

Aus unserer Heimat waren uns bestenfalls Rhododendron-Büsche bekannt. Hier hatten sie anscheinend die Zeit genutzt, im Verborgenen in Ruhe zu wachsen.

Den Abend verbrachten wir wieder bei unserer Gastgeberin und unterhielten uns über unsere Erlebnisse des Tages und die ihres bewegten Lebens. Selbst ihren in Österreich lebenden Bruder lernten wir später am Abend noch per Internet-Telefonat kennen. Der hat dann die Gelegenheit genutzt, seine dort erworbenen Deutsch-Kenntnisse mit uns auszuprobieren.

Ansonsten waren wir aber durch unseren Aufenthalt bei unserem Host intensiv mit Land und Leuten verbunden. Wir haben in der Landessprache gesprochen und gedacht. It was lovely.

Und nun

Herzliche Grüße, Sabine und Egbert

Reisebericht China – Abenteuer Servas

Ein riesiges Land – eine kleine Liste von Servas-Mitgliedern

Servas gibt es fast nur in den Millionenstädten. Die meisten davon in den südlichen Provinzen. Viele bieten nur Day Host an, was angesichts der Wohnverhältnisse auch verständlich ist.

Wir fanden „unsere“ Servas-Familie in Chengdu, eine Stadt mit 14 Millionen Einwohnern. Die Familie wohnt in einem der Außenbezirke, man fährt etwa 1 Stunde mit dem Bus vom Zentrum aus. Außenbezirk heißt: es ist eine ungeheuere Ansammlung von Hochhäusern, jeweils etwa 20-30 Stockwerke hoch. Wie findet man sich da zurecht? „Reisebericht China – Abenteuer Servas“ weiterlesen

Auswertung der Reiseberichte 2014-2016

Als Erstes fällt bei der Auswertung der Reiseberichte auf, wie vielfältig die Servas-Welt ist. In Brasilien gibt es viele Day Hosts, in Japan mag man noch die Kontaktaufnahme per Brief, in Portugal sind Telefonanrufe erfolgversprechender, in Südamerika bleiben E-Mails öfter unbeantwortet. ‚Englische Sprachkenntnisse’ lassen sich nicht nach VHS-Niveau festlegen und viele Skandinavier sind im Sommer nicht zu Hause.

In 2016 bekamen wir Reiseberichte über Reisen in 35 verschiedene Länder, in 2014-2015 waren es sogar 48 Länder! Die am häufigst bereisten Länder waren in 2016 die USA gefolgt von England, Frankreich, Spanien und Australien. In 2014-2015 standen ebenfalls die USA an der Spitze, gefolgt von Italien, Neuseeland und Australien. Je einen Reisebericht bekamen wir z.B. aus Tschechien, Malaysia, Belgien oder Georgien.

In Südamerika kamen auf Anfragen bei Gastgebern oftmals leider gar keine Antworten, in den häufig besuchten Ländern antworteten mehr als die Hälfte der Kontaktierten. Eine Antwort bedeutet zwar keine Zusage, erleichtert jedoch die Reiseplanung.

Während die meisten Reisenden pro Land zwei bis sechs Nächte bei verschiedenen Servas-Gastgebern übernachtet haben, kamen einige auf bis zu 24 Nächte, wenig überraschend in großen Ländern mit vielen Gastgebern wie den USA oder Australien und Neuseeland.

Wir haben knapp 200 Reiseberichte nach Häufigkeiten und Eindrücken ausgewertet.

Bitte sendet uns weiter eure Reiseberichte, so erfahren wir, wie es läuft und Reisende können sich auf die Gegebenheiten in den Ländern einstellen. Je mehr Reiseberichte wir erhalten, um so mehr Aussagen können wir treffen. Das dürfen auch kritische Anmerkungen sein.

 

 

Sizilien – Servas-Reisebericht, Oktober 2017

Fünf Wochen Sizilien: unvergesslich dank Servas und workaway

Im Sommer 2017 erzählte mir meine Freundin Regine, mit der ich eine Reise nach Sizilien plante, von Servas. Ganz begeistert von der Vereinsidee, wurde ich umgehend Mitglied. Am 10. Oktober ging für mich ein langgehegter Traum in Erfüllung: Fünf Wochen Sizilien! Für Regine der Auftakt in ihr Sabbatjahr, für mich als Freiberuflerin ein Arbeitsurlaub, der dann doch mehr Urlaub als Arbeit wurde. „Sizilien – Servas-Reisebericht, Oktober 2017“ weiterlesen